Unsere Buchempfehlungen im Februar bieten wieder ein buntes Potpourri aus Büchern verschiedenster Genres. Neu ist, dass wir Ihnen ab sofort regelmäßig auch eine „Wiederentdeckung“ vorstellen: Bücher, die uns besonders am Herzen liegen und die es wert sind, erneut gelesen zu werden – oder von Ihnen ganz neu entdeckt zu werden.
Wir freuen uns, wenn Sie bei unseren Empfehlungen fündig werden, und wünschen Ihnen viel Freude beim Stöbern – online oder natürlich auch gern persönlich bei uns vor Ort.
Veröffentlicht unterUncategorized|Kommentare deaktiviert für Unsere Empfehlungen im Februar 2026
„Dieses Buch hat mich vollkommen gepackt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Obwohl man grob weiß, worum es geht und wie die Geschichte ausgehen wird, entfaltet sich hier eine Spannung, die mich Seite um Seite weitergezogen hat. Péter Gárdos erzählt das Leben von Ignaz Semmelweis nicht als trockene historische Biografie, sondern als zutiefst menschliches Drama. Der Kampf um Erkenntnis, um Wahrheit und letztlich um Menschlichkeit steht im Mittelpunkt – und er wird mit einer Intensität geschildert, die unter die Haut geht. Man leidet mit, man verzweifelt mit, und man ärgert sich über die Ignoranz und Arroganz eines Systems, das Leben hätte retten können, es aber nicht wollte. Besonders beeindruckt hat mich, wie nah der Roman seinem Protagonisten kommt. Semmelweis erscheint nicht als unfehlbarer Held, sondern als getriebener, unbequemer, manchmal auch schwieriger Mensch – gerade dadurch aber so glaubwürdig. Dass jemand, der unzähligen Frauen das Leben rettete, selbst so erbittert bekämpft wurde, macht diese Geschichte kaum erträglich und gleichzeitig unglaublich fesselnd. Ein mitreißender, bewegender Roman über Fortschritt, Widerstand und den hohen Preis der Wahrheit. Ein Buch, das lange nachwirkt.“
Vom Buchrücken: Ein Leben im Kampf für das Leben. Ignaz Semmelweis revolutionierte die Medizin. Der junge ungarische Arzt entdeckte im 19. Jahrhundert die Grundlagen der Hygiene, womit er unzähligen Frauen in den Geburtskliniken das Leben rettete. Péter Gárdos wollte einen Film über diesen faszinierenden Mann drehen, doch dieses Unterfangen wurde ihm in seiner Heimat Ungarn untersagt. So schrieb Gárdos diesen Roman, der erstmals die faszinierende Lebensgeschichte eines genialen Mannes erzählt, der zahllosen Müttern das Leben rettete und dabei selbst wie ein Teufel bekämpft wurde. Ein einzigartiges, mitreißendes und bewegendes Buch, das eine ebenso unglaubliche wie wahre Geschichte erzählt.
„Fotografin Lou findet bei ihren Motivsuchen eine Frauenleiche. Kriminalkommissar Hönig sucht den Mörder. Es geschehen noch weitere Morde. Lou hilft bei der Aufklärung. Ein gut geschriebener, spannender Roman von der bekannten Autorin Anne Stern, die auch die Reihe „Fräulein Gold – Die Hebamme“ geschrieben hat. Die Atmosphäre ist dicht und überzeugend, die Figuren wirken glaubwürdig und lebendig. Ein historischer Krimi, der sich schön flüssig liest und bis zum Schluss fesselt.“
Vom Buchrücken: Der Auftakt der großen Krimiserie zur Stunde Null. Berlin im Hungerwinter 1946. Eine Stadt in Trümmern. Ein aufgelöster Polizeiapparat. Ein russisch kontrollierter Ostsektor Ostberlins. Eine Ermittlerin, die in die dunkelste Vergangenheit blickt. Jede Aufklärung eines grausamen und schockierenden Verbrechens führt sie tiefer in den Untergrund einer Stadt im Ausnahmezustand. Unerträgliche Gewalt, verdrängte Schuld und das Ringen zwischen Aufbruch und Neubeginn liegen dicht beieinander. Atmosphärisch dicht und aufrüttelnd. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis.
„Kommissar Dupin Leser und Bretagne-Urlauber kennen ihn: den Leuchtturm Ar-Men, auf Bretonisch „der Felsen“. Und genauso sieht er auch aus. Auf einem Felsen aus dem Meer gewachsen, umtost vom Atlantik. Drumherum nur das Meer. Der Leuchtturm wurde erst 1988 elektrifiziert und 1990 automatisiert. Bis dahin gab es Leuchtturmwärter, die über das „Feuer“ wachten, und Jean-Pierre Abraham war einer von ihnen. Von 1961 bis 1963 ist der Autor auf dem Leuchtturm im Dienst, d. h. drei Wochen Schicht und zehn Tage Pause an Land. Und seine Eindrücke, Gefühle und Erlebnisse schildert er tagebuchartig in diesem Buch. Für Kolven, Kommissar Dupins Assistentin, sind Leuchtturmwärter Helden, und die Leuchtturmwärter von Ar-Men im Besonderen. Körperlich ist die Arbeit nicht anstrengend, aber mental muss man es schaffen. Nicht umsonst heißt Ar-Men unter den Leuchtturmwärtern „die Hölle der Höllen“. Abraham war nur kurz dort, aber er schildert eindrucksvoll das Leben im Leuchtturm, die schönen und die dunklen Tage, Stürme, Wind, Wellen, aber auch Sonne, Licht und weite Sicht.“
Vom Buchrücken: „Die raue See ließe sich gut zeichnen, ist präzise wie Blattwerk. Sie bietet nun all ihren Pomp auf, rollt an, zerbirst am Unterbau und formt um den Leuchtturm ein weites Gischtgestade, dessen Gleißen kein Blick standhält. Gewaltige Schimmer gleiten über die Plattform, durchlöchern das Halbdunkel der Küche, lassen friedliche Objekte aufblitzen. In der endlosen Stille zwischen den Wellen höre ich meinen zu raschen Atem. Ich warte.“
„Ich habe „Dreamslinger“ eigentlich nur kurz vor dem Einschlafen anfangen wollen. Dann war es plötzlich mitten in der Nacht und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Das Buch ist so spannend, dass man immer denkt: Nur noch ein Kapitel! — und dann werden es fünf. In der Geschichte geht es um Träume, Magie und eine Welt, die sich ganz anders anfühlt als unsere, aber trotzdem irgendwie echt ist. Besonders cool fand ich, dass die Hauptfigur mutig ist, auch wenn sie Angst hat. Manche Stellen waren ein bisschen gruselig, aber genau das hat es noch aufregender gemacht. Ich hatte richtig das Gefühl, selbst dabei zu sein. Am nächsten Morgen war ich total müde, aber es war es wert. „Dreamslinger“ ist ein Buch für alle, die Fantasy mögen und keine Angst davor haben, zu lange wach zu bleiben. Fazit: Super spannend, magisch und absolut nicht einschläfernd. Ich würde es sofort weiterempfehlen – aber vielleicht lieber am Wochenende lesen.“
Vom Buchrücken: Wenn Drachen und Phönixe den Himmel Seouls bevölkern – und Träume Magie entfesseln… Die 14-jährige Aria Loveridge ist kein Gewöhnliches Mädchen: In ihr schlummert das mysteriöse Dreamslinger-Gen durch das sie gewaltige Elementarmagie wirken kann. Doch diese Traumkraft gilt als gefährlich, und Aria hat gelernt, sie zu fürchten und unterdrücken. Fernab der Gesellschaft wächst sie im Resthaven-Internat auf – bis eines Tages Gesandte des sagenumwobenen Royalen Bundes der Dreamslinger auftauchen. Im Königlichen Hanguk sollen Aria und andere Jugendliche lernen, ihre Kräfte zu beherrschen. Aber Aria hat andere Pläne: Statt die Aufnahmeprüfungen zu meistern, will sie den Royalen Bund von innen heraus stürzen – und entdeckt dabei eine Welt, in der sie zum ersten Mal sie selbst sein darf…
„Dieser Thriller zeichnet sich vor allem durch seinen detailliert beschrieben Hauptcharakter aus. Schon nach den ersten Seiten wird klar, dass Ida keine gewöhnliche Krankenschwester ist und sich etwas erschütterndes in ihrer Vergangenheit abgespielt hat. Dieses Erlebnis wird im Laufe des Buches immer weiter enthüllt und trägt auch maßgebend zum Geschehen bei. Ida ist eine vielschichtige Frau, durch deren Charakter man als Leser/in am anfangs kaum einen Durchblick erhält, dieser aber im Verlauf immer klarer wird. Dieser Thriller enthält schwere Themen, unter anderem Entführung oder auch Missbrauch. Er zeichnet sich nicht durch actionreiche Szenen oder blutige Darstellungen aus, sondern dadurch, dass die Handlung langsam und emotional aufgebaut wird, man während dem Lesen nicht weiß, wohin die Handlung schlussendlich führt. Und vor allem die Frage, ob alle Geheimnisse enthüllt werden sollten.“
Vom Buchrücken: EINE DÜSTERE KLINIK. ZWEI VERMISSTE FRAUEN. EIN ALP-TRAUM, DER NIE ENDET. Krankenschwester Ida ist beliebt auf der Station 22. Ihre Patientinnen vertrauen ihr blind – bis eine von ihnen verschwindet. Während alle von Flucht sprechen, bohrt sich ein brutaler Verdacht in Idas Bewusstsein. Sie selbst wurde als Kind entführt und kehrte mit ausgelöschtem Gedächtnis zurück. Als eine zweite Frau verschwindet, wird es zur grausamen Gewissheit: Idas Peiniger hat sie aufgespürt. Um die Opfer zu retten, muss sie in die Abgründe ihrer Psyche steigen und die Mauer durchbrechen, die sie vor der Wahrheit schützt.
„“Woman Down“ handelt davon – wie Colleen Hoover so schön sagt – wieder auf den richtigen Weg zurück zu finden, auch wenn man vielleicht garnicht das Gefühl hatte davon abgekommen zu sein. In dieser spannenden und gleichzeitig abgründigen Geschichte versucht eine weltbekannte Autorin sich aus einer Schreibblockade zu retten. Aber wie weit ist man bereit zu gehen, wenn man mit der Quelle der Inspiration sein ganzes Leben aufs Spiel setzt? Wäre man bereit, selbst das zu erleiden, was man seinen Figuren zumutet? Als mitten in der Nacht auf einmal ein überaus gutaussehender Cop vor ihrer Tür steht, der zufällig wie aus ihrem aktuellen Buchprojekt entsprungen scheint, beginnt ein gefährliches Spiel, das uns Leser von der ersten bis zur letzten Seite Herzklopfen bereitet.“
Vom Buchrücken: »Eins meiner Lieblingsbücher. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit Herzklopfen.« Freida McFadden
Von ihren Leserinnen wurde sie gecancelt. Von ihren Fans wurde sie fallengelassen: Petra Rose, die weltbekannte Thrillerautorin. Da taucht ER auf: das Ebenbild ihres Romanhelden. Seine Berührungen werden zur Quelle ihrer Inspiration. Das Spiel der beiden ist dunkel, verführerisch – und überaus gefährlich.
Der neue Romantic Thriller von Weltbestsellerautorin Colleen Hoover
„In dem Roman „Die schöne Frau Seidenman“ zeichnet Andrzej Szczypiorski ein eindringliches Bild des moralischen Ausnahmezustands im von den Nationalsozialisten besetzten Warschau. Im Mittelpunkt steht eine jüdische Frau, die mithilfe falscher Papiere im Untergrund lebt – weniger als individuelle Heldin denn als Spiegel für die Schuld, Angst und das Opportunismus der Menschen um sie herum. Der Roman erzählt in knapper, episodischer Form und verzichtet bewusst auf Pathos und eindeutige Urteile. Szczypiorski zeigt, wie brüchig moralische Maßstäbe unter extremen Bedingungen werden und wie schmal die Grenze zwischen Mitmenschlichkeit und Selbstschutz ist. Gerade diese Zurückhaltung verleiht dem Text seine zeitlose Kraft. Fazit: Als literarische Wiederentdeckung erweist sich „Die schöne Frau Seidenman“ als überraschend aktueller Roman über Verantwortung und moralische Grauzonen. Ein stilles, kluges Werk, das auch heute noch zum Nachdenken zwingt – und das erneute Lesen mehr als verdient.“
Zum Autor: Andrzej Szczypiorski (1928–2000) war ein polnischer Schriftsteller, Essayist und politischer Publizist. Während der deutschen Besatzung Polens beteiligte er sich 1944 am Warschauer Aufstand und wurde nach dessen Niederschlagung in ein Konzentrationslager deportiert. Diese prägenden Erfahrungen von Widerstand, Verfolgung und Gewalt bilden einen zentralen Hintergrund seines literarischen Schaffens. In seinen Romanen und Essays setzte sich Szczypiorski intensiv mit Fragen von Schuld, Verantwortung und moralischer Ambivalenz auseinander, insbesondere im Kontext von Krieg und totalitären Systemen. Sein Werk ist geprägt von einer nüchternen, reflektierenden Erzählweise, die auf einfache Urteile verzichtet und stattdessen die Grauzonen menschlichen Handelns sichtbar macht. Szczypiorski war Mitglied des PEN-Zentrums und engagierte sich zeitlebens für Meinungsfreiheit, politische Aufklärung und die Bewahrung historischer Erinnerung.
„Dieses schmale Bändchen nimmt uns mit in den Haushalt von Leonard und Virginia Woolf, die in den 1930er Jahren tatsächlich ein kränkliches Pinseläffchen bei sich aufnahmen und es aufpäppelten. Aus Briefen und Tagebüchern des Schriftstellerpaars hat die Autorin ein liebevolles Portrait des lebhaften Tiers gezeichnet und dabei gleichzeitig die Charaktere von Virginia und Leonard Woolf eingefangen. Das Buch ist auch ein Spiegel der britischen Gesellschaft, des Freundeskreises und der Verwandten des Ehepaars, Virginias Sensibilität und Neigung zu Depressionen sind gleichsam mit eingeschrieben in der Darstellung von Sigrid Nunez. Ein ungewöhnliches Buch, das auch stilistisch mit seinem manchmal sacht ironischen Tonfall in der Übersetzung von Anette Grube überzeugt!“
Vom Buchrücken: »Du hast eine Freundin gefunden.« Diese Worte markieren die erste Begegnung von Leonard und Virginia Woolf mit dem Pinseläffchen Mitz im Sommer 1934. Unter Leonards liebevoller Fürsorge erholt sich das kränkelnde Äffchen, wird bald zum untrennbaren Teil der Familie Woolf und sorgt in der legendären Bloomsbury Group für Heiterkeit. Briefe und Tagebuchaufzeichnungen inspirierten Sigrid Nunez zu diesem intimen Porträt des Künstlerehepaars – eine berührende Geschichte über die heilsame Kraft der Verbindung zwischen Mensch und Tier.
ISBN: 978-3-351-03874-8
Veröffentlicht unterAufbau-Verlag, Roman|Kommentare deaktiviert für Mitz das Pinseläffchen von Sigrid Nunez
„Arthur hat sich sein eigenes Gefängnis erschaffen. Bedingt durch seine extreme Körperfülle, kann er sein Haus seit Jahren nicht mehr verlassen. Der einzige Kontakt nach Außen ist der Briefwechsel mit einem früheren Studenten, dem er vorgaukelt weiterhin das Leben eines renommierten Professors zu führen. Als dieser ihn eines Tages um Hilfe bittet, muss Arthur sich entscheiden, ob er dieses Leben so weiterführen möchte. Die Zartheit dieses übergroßen Menschen, der der Einsamkeit mit Herz und Mut entgegentritt berührt mich sehr. Der Roman trifft den Nerv der heutigen anonymen Zeit.“
Vom Buchrücken: Arthur Opp, ehemaliger Literaturprofessor, wiegt 250 Kilo und hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der junge Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und die doch etwas Entscheidendes verbindet. «Der andere Arthur» ist ein Roman über zerbrochene Lebensentwürfe, echte Freundschaften und unerwartete Neuanfänge, in dem Liz Moore zwei Außenseiter zu Helden einer tief berührenden Geschichte macht.
ISBN: 978-3-406-84333-4
Veröffentlicht unterC.H.Beck-Verlag, Roman|Kommentare deaktiviert für Der andere Arthur von Liz Moore
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